Wer im Web auf eine neue Seite surft, kennt das: Der Anbieter fragt den Nutzer, ob er ihm Benachrichtigungen schicken darf – und der „Erlauben“-Button sieht dabei immer ein bisschen präsenter und relevanter aus, etwa mit einer anderen Farbe unterlegt. Derartige Tricks und Manipulationen auf Webseiten sind als sogenannte Dark Patterns („dunkle Muster“) bekannt und berüchtigt. Die EU-Kommission hat derartige Psycho-Tricks bei den größten Anbietern in einer umfassenden Studie untersuchen lassen. Die Ergebnisse: Nahezu alle großen Unternehmen nutzen solche Tricks, die den Nutzern vielfältig schaden können. Zum Teil sind diese sogar schon zwangsgewöhnt. Wir haben das Phänomen der Dark Patterns bereits in einem Extra-Beitrag beschrieben (siehe Infokasten).
Für die Studie wurden die Webseiten und Apps mit dem meisten Traffic in der EU unter die Lupe genommen, darunter unter anderem Google, Amazon, Facebook, Ebay, Zalando, Ikea, WhatsApp und TikTok. 97 Prozent der Unternehmen haben dabei Nutzer mit Dark Patterns zu Aktionen verführt, die nicht immer in deren Sinne sein dürften.
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