Dem aktuellen Threat Intelligence Report von Netscout zufolge verzeichnete der deutsche Online-Handel im zweiten Halbjahr 2021 knapp 17.000 sogenannte DDoS-Angriffe – ein Anstieg von 7,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021. DDoS steht für Distributed Denial of Service und beschreibt Cyberangriffe, die Verzögerungen und Ausfälle von Webseiten über künstliche Anfragen herbeiführen. Damit ist die Branche im zweiten Jahr in Folge das zweitstärkste Angriffsziel in Deutschland – nach Datenverarbeitungsdiensten.
„Selbst wenn die Pandemiebeschränkungen nachlassen, wird sich der Trend zum Online-Shopping fortsetzen. Da Cyberkriminelle immer neue Techniken und Methoden entwickeln, um ihre Ziele zu erpressen, ist es keine Frage mehr, ob ein Online-Händler von einem DDoS-Angriff betroffen sein wird“, so Karl Heuser, Account Manager Security DACH bei Netscout.
Ransomware-Banden würden immer häufiger Dreifach-Erpressungsangriffe einsetzen, bei denen Ransomware, Datendiebstahl und DDoS-Angriffe kombiniert werden, um Lösegeld zu erpressen. Händler zahlen das Lösegeld häufig, um das Geschäft am Laufen zu halten. Die Gefahr wachse, weil das Starten von DDoS-Angriffen durch DDoS-for-Hire-Dienste immer einfacher und günstiger werde. Dass DDoS-Attacken längst ein ernstzunehmendes Problem sind und gerade auch immer häufiger kleine und mittlere Unternehmen treffen, haben wir in einem Whitepaper aufgearbeitet.
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