Geht es um die Sicherheit im Netz, haben die Deutschen noch einiges zu lernen. Viele Nutzer in Deutschland sind offenbar sehr bequem, wenn es darum geht, Konten bei Online-Diensten via Passwort abzusichern. Obwohl es große Sicherheitsrisiken birgt, verwenden 29 Prozent der Deutschen für verschiedene Online-Dienste ein- und dasselbe Passwort. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom.
„Einfache oder immer gleiche Passwörter zu verwenden, ist fahrlässig. Kriminelle nutzen beispielsweise digitale Wörterbücher und gängige Passwortlisten und können auf diese Weise schwache Passwörter mit einem automatisierten Abgleich in wenigen Sekunden erraten. Starke Passwörter, etwa für besonders schutzbedürftige E-Mail-Accounts, sind deshalb ein absolutes Muss“, so Sebastian Artz, Bereichsleiter für Cyber- und Informationssicherheit bei Bitkom.
Ein Großteil der Nutzer ist sich über das Thema Passwort-Sicherheit allerdings im Klaren. So achten 75 Prozent der Befragten auf einen Mix aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, wenn sie ein Passwort erstellen. 38 Prozent ändern regelmäßig das Passwort, 18 Prozent nutzen Passwort-Generatoren. Nur sieben Prozent nutzen aber verschieden starke Passwörter für unterschiedliche Online-Dienste. Bitkom empfiehlt die Nutzung der 2-Faktor-Authentifizierung – die bislang nur von 37 Prozent der Befragten genutzt wird.
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