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Hacker erbeuten Daten vom Internationalen Roten Kreuz von über 500.000 Schutzbedürftigen

Veröffentlicht: 20.01.2022
imgAktualisierung: 20.01.2022
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
20.01.2022
img 20.01.2022
ca. 2 Min.
Fahne vom Internationalen Roten Kreuz
© paparazzza / shutterstock.com
Das Rote Kreuz wurde Opfer eines Hackerangriffs, bei welchem Daten von über einer halben Millionen schutzbedürftiger Menschen gestohlen wurden.


Wie das Komitee des Internationalen Roten Kreuzes in einer Pressemitteilung verkündete, wurde das Schweizer Unternehmen, welches die Daten der humanitären Organisation betreute, gehackt. In dem Angriff wurden dabei personenbezogene Daten von über 515.000 schutzbedürftigen Menschen erbeutet. Das Rote Kreuz appelliert nun an die Menschlichkeit der Hacker, die Daten der Opfer nicht zu veröffentlichen oder verkaufen.

„Bitte tun Sie das richtige, und teilen diese Daten nicht.“

Die Opfer des Hacks sind dabei vor allem Menschen, welche im Zuge von Krieg oder Katastrophen auf der Flucht sind und von ihren Familien getrennt wurden, oder aber auch vermisste Menschen. Die Datensätze stammen von mindestens 60 Rotes-Kreuz- und Roter-Halbmond-Stationen weltweit. Der Generaldirektor des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK), Robert Mardini, hofft jetzt darauf, an die Menschlichkeit der Kriminellen appellieren zu können.

„Ein Angriff auf die Daten von Menschen, welche vermisst werden, macht die Angst und das Leiden deren Familien umso schwerer zu ertragen. Wir sind bestürzt und fassungslos, dass solche humanitären Daten Ziel eines solchen Angriffs wurden“, sagt Mardini. „Die echten Menschen und Familien hinter diesen Daten, die Sie nun besitzen, gehören zu den schwächsten unserer Gesellschaft. Bitte tun Sie das richtige und teilen, verkaufen, veröffentlichen oder verwenden Sie diese Daten anderweitig nicht.“

Angriff behindert laufende humanitäre Projekte

Noch ist unklar, wer hinter dem Cyberangriff steckt und zu welchem Zweck er dient. Es gibt bisher keine Indizien, dass die gestohlenen Daten in irgendeiner Weise verbreitet wurden. Doch neben der Angst um eine mögliche Verwendung der Daten behindert der Angriff auch aktiv laufende Arbeiten des Roten Kreuzes.

So musste sicherheitshalber das IT-Netz des Projektes „Restoring Family Links“ offline genommen werden, um weiteren Datendiebstählen entgegenzuwirken. Das Projekt dient der Wiedervereinigung von Familien, welche durch Kriege, Katastrophen oder Migration getrennt wurden. Das Rote Kreuz und Der Rote Halbmond arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, diese Strukturen wieder online nehmen zu können, um die Arbeit wieder aufzunehmen. 

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Veröffentlicht: 20.01.2022
img Letzte Aktualisierung: 20.01.2022
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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gunnar
21.01.2022

Antworten

sollte man die hacker finden, sollten sie auch lange lange dafür büßen.
es ist sowas von übel, organisationen die viele kleinen ehrenamtliche mitarbeiter haben.
auch noch mit solchen schei... zu belasten.
ich kenne es aus meiner mitgliedschaft einer hilforganisatio n, wenn man helfen will und nicht soviel helfen kann wie es nötig ist.
es ist so schon belastend und endet auch schnell mal bei einigen mitstreitern mit einer schweren depression.
und dann wird das was man gerade so schafft zu helfen noch torpediert.
ich würde die hacker wohl zu 5 jahren ehrenamtlicher arbeit an der front der armen, misshandelten und hungernden verurteilen.
länger halten die wo wir gerade helfen niemals durch.
danach werden die wohl nie wieder was gegen hilfsorganisati onen unternehmen.