In der Reihe „Ama-Zone“ grübelt Tina Plewinski über die vielfältige Welt von Amazon: über Vor- und Nachteile des Online-Riesen, neue Entwicklungen, trendige Hypes, die unablässigen Machtbestrebungen des Konzerns und – im aktuellen Teil dieser Reihe – über nervtötende Angewohnheiten von Alexa.
Ich liebe meine Alexa! Sie macht das heimische Wohnen einfach so viel komfortabler – sie spielt Musik, wenn ich beim Kochen bin, reguliert die Lichter, wenn ich die Hände voll habe, und hilft mir dabei, mich täglich weiterzubilden, indem sie mir Fragen aus so ziemlich allen Kategorien beantwortet … vom heimischen Fischfang über historische Ereignissen bis hin zu interstellaren Themen.
Was mich allerdings in den Wahnsinn treibt, sind die ständigen Kommentare, die sie einfach nicht abstellt! Ich lasse sie Mehl auf meine Einkaufsliste packen – sie wünscht mir „Happy Shopping“. Ich sage ihr, sie möge mich bitte in sechs Minuten daran erinnern, den Teebeutel aus der Tasse zu nehmen – sie fragt mich zum 100sten Mal, ob sie nicht ein Stimmprofil von mir anlegen soll. Das nervt einfach nur!
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...möchte ich da schreiben, wenn es nicht so rüde wäre.
Ich möchte mich auch nicht über die Nachteile des Spions im eigenen Heim auslassen.
Was ich hier aber kommentieren muss ist der Trugschluss, durch permanent verfügbares Onlinewissen erhöhe sich der Bildungsgrad. Das Gegenteil ist der Fall. Es wird nicht mehr das eigene Hirn, sondern ein fremdes bemüht. Das steigert das Passiv- und verringert das Aktivwissen.
Willkommen in der Welt der Multiple Choice Tests.
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