Über drei Millionen PCs in Deutschland laufen noch immer mit veralteten und unsicheren Microsoft-Betriebssystem. Das zeige t3n zufolge eine Studie des Sicherheitsunternehmens Eset, die am Samstag veröffentlicht wurde. Demnach mache Windows 7 den Großteil der unsicheren Systeme aus: 2,7 Millionen Rechner werden der Studie zufolge noch mit dem veralteten Betriebssystem betrieben.
Das ist insofern gefährlich, als Microsoft den Support für diese Windows-Version vor zwei Jahren beendet hat. Seitdem wird Windows 7 nicht mehr mit notwendigen Sicherheitsupdates versorgt und ist damit deutlich anfälliger für Angriffe. Auch für Windows Vista, Windows XP und Windows 8 bietet Microsoft schon lange keinen Support mehr – trotzdem finden sich diese Betriebssysteme der Eset-Studie zufolge noch auf rund 450.000 PCs. In relativ naher Zukunft werden auch die noch 1,3 Millionen Geräte mit Windows 8.1 gefährdet sein: Microsoft lässt den Support für diese OS-Version in einem Jahr auslaufen.
Thorsten Urbanski, Sicherheitsexperte von Eset, bezeichnet den Einsatz veralteter Software als „grob fahrlässig“. Sollte es aufgrund der unsicheren Software zu einem Angriff kommen, könne das sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen teuer werden, warnt er: „Eine Schwachstelle, beispielsweise in einem nicht mehr unterstützten Betriebssystem, genügt und Angreifer haben den Fuß in der Tür sowie Dauerzugriff auf den Computer des Opfers.“
Gerade Unternehmen sollten sich um die Aktualität ihrer Software kümmern. Denn ein veraltetes Betriebssystem birgt nicht nur Sicherheitsrisiken für eine Cyberattacke. Nach Experteneinschätzung verstößt es auch gegen die DSGVO, wenn man sich nicht um die Updates kümmert. Die EU-Richtlinie sieht vor, dass die Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten auf dem „Stand der Technik“ erfolge.
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