Forschung zwischen Robotik und Mikrofluidik
Die Handschuhe sollen dabei vor allem leicht und anschmiegsam werden und die beiden Seiten der AR/VR Problematik ansprechen: die korrekte Interpretation der Handbewegungen seitens des Computers sowie die Rückkopplung differenzierter sensorischer Effekte auf die Hand des Nutzers. Letztere soll dabei haptische Empfindungen wie Textur, Druck oder verschiedene Stufen der Vibration beinhalten.
Um eine realistische Berührungsempfindung zu imitieren, besteht der Handschuh aus hunderten kleinen motorischen Aktoren. Diese werden für gewöhnlich über Pneumatik, Hydraulik oder Elektronik betrieben. Die bisher auf diesem Feld der Robotik eingesetzten Aktoren sind jedoch zu groß, starr und teuer. Außerdem verbrauchen sie viel Energie und produzieren zu viel Wärme. Wie Tristan Trutna, Research Hardware Engineering Director, betont: „Man kann nicht einfach 1.000 kleine Motoren und Kabel auf einer Hand verteilen. Auch mit unendlichen Ressourcen ist das nicht möglich, da es physikalisch einfach nicht genügend Platz gibt.“
Aktuell wird daher in den wissenschaftlichen Feldern der Soft Robotik sowie Mikrofluidik nach Lösungen geforscht. Um letztlich auch auf dem Markt als erfolgreiches Produkt durchzugehen, stellen sich darüber hinaus weitere Herausforderungen in Sachen Komfort, Optik, Strapazierfähigkeit, Individualisierbarkeit und letztlich natürlich Preis. Bis man das Metaverse also wirklich zu spüren bekommt, wird es folglich noch ein wenig dauern.
Kommentar schreiben