Frauen und queere Menschen am stärksten betroffen
Wie Bridget Todd, Kommunikationschefin von Ultraviolet, in der offiziellen Ankündigung zur Studie zusammenfasst, treffen die Auswirkungen der Mängel in erster Linie Frauen, Women of Color und People of Color im Allgemeinen, Menschen des LBGTQA+-Spektrums (Lesbisch, Bisexuell, Schwul, Transgender, Queer, Asexuell und weitere).
„Wir haben dieses Zeugnis sowie eine Liste mit Anforderungen an Richtlinien veröffentlicht, nachdem wir die Richtlinien der Social-Media Plattformen über einen längeren Zeitraum genau analysiert haben. Es ist deutlicher denn je, dass Netzwerke wie Facebook ihre Mitglieder absichtlich gefährden, indem sie ihre Algorithmen auf eine Weise manipulieren, die Suchtverhalten steigert, junge Frauen und Mädchen ausnutzt und Belästigungen gegenüber schwarzen und indigenen Menschen, Women of Color, Menschen des LBGTQ+ Spektrums, Immigranten, religiösen Minderheiten und weiteren systematisch unterdrückten Gruppierungen toleriert“, kommentiert Todd.
In dem öffentlichen Schreiben, welches sich an die Vorstände von Facebook, Google, TikTok, Twitter, Reddit und YouTube richtet, werden dabei 5 zentrale Forderungen formuliert. Die Unternehmen sollen folglich daran arbeiten, dass ihre Richtlinien sich konkreter zum Schutz vor Belästigung äußern, und diese Richtlinien dann auch strikt durchsetzen. Eine klare Definition von Hassrede sollte gesetzt werden. Die Verbreitung von Fehlinformationen soll stärker unterbunden werden. Opfern von Belästigung sollen Hilfsangebote geboten werden. Und schließlich sollten die Firmen auch ihre generelle Unternehmenskultur hinterfragen und überarbeiten, um Mitarbeiter zu qualifizieren und sensibilisieren.
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