Aus dem Daten-Leak von Frances Haugen geht hervor, dass Facebook offenbar schädlich für die Gesundheit ist, wie das Wall Street Journal berichtet. Demnach beklagen 12,5 Prozent der Nutzer – also etwa 360 Millionen – schädliche Einflüsse des Netzwerks auf Beziehungen, Arbeit, Schlaf und sogar die Kindererziehung. Dies hätten Facebooks eigene Forscher herausgefunden. Grund dafür sei eine zwanghafte Nutzung der App, die eine Internetsucht widerspiegle. Bei Facebook seien die negativen Nutzungsmuster schlimmer als bei anderen sozialen Medien.
Meta – der neue Name des Facebook-Konzerns – spreche dabei selbst von einer „problematischen Nutzung“ der Plattform. Nutzer hätten selbst keine Kontrolle über die Nutzungsdauer von Facebook, was zu Problemen im realen Leben führe. Dies beinhalte „Produktivitätsverlust, wenn die Menschen aufhören, Aufgaben in ihrem Leben zu erledigen, um häufig Facebook zu checken, ein Schlafverlust, wenn sie lange aufbleiben und durch die App scrollen, und die Verschlechterung persönlicher Beziehungen, wenn Menschen gemeinsame Zeit durch Online-Zeit ersetzen“, wie es in den geleakten Dokumenten heißt.
Facebook weist die Vorwürfe in einem Blogbeitrag zurück. Sie seien „unverantwortlich, denn wie in der Studie selbst festgestellt wird, sollte die Untersuchung so umfassend wie möglich sein, um uns zu helfen, die Herausforderung besser zu verstehen“. „Problematischer Konsum“ sei „nicht gleichbedeutend mit Abhängigkeit“, so Facebook. Das Unternehmen habe knapp zehn Produkte veröffentlicht, um die gesunde Nutzung der Meta-Portale zu unterstützen.
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