So funktioniert Domain Monitoring
Wie gehen Sie vor, wenn ein Händler Sie mit der Dienstleistung Domain Monitoring beauftragt?
Wir legen in unserer Software ein Monitoring zu dem Keyword an – welches uns tagesaktuell Ergebnisse ausspielt (auch bei Tippfehlern). Bei Treffern qualifizieren wir die Domain auf ein mögliches Risiko. Riskante Domains überwachen wir dann weiterhin tagesaktuell auf Änderungen. Häufig sind Domains beispielsweise zwar registriert, aber noch ohne Content. Sollte dann daraus ein Fake Shop entstehen, können wir im Namen des Kunden einen Takedown durchführen, also die Seite aus dem Web nehmen. Wir nehmen im Monat bis zu 100 Domains weltweit offline.
Wie sollten Händler reagieren, wenn Kunden, sie auf einen Fake Shop hinweisen? Ist hier der erste Gang zur Polizei oder zum Cybersecurity-Spezialisten?
Leider bringt der Gang zur Polizei oft nicht so viel, da die Infrastruktur des Fake Shops zumeist im Ausland liegt (und der deutschen Polizei damit oft die Hände gebunden sind). Wichtig ist, vor der Kundschaft offen auf die Problematik hinzuweisen und auf der Website prominent zu warnen. Ferner sollten dann die Domain sowie die Zahlungsmöglichkeiten auf der Domain abgeschaltet werden (soweit möglich) – damit soll es dem Shop möglichst schwer gemacht werden, seine Kundschaft zu erreichen. Dazu checken wir gegebenenfalls auch, ob es für den Shop Facebook Ads gibt.
Arbeiten Sie auch mit der Polizei zusammen, um die Fälle zu klären?
Wir sind Mitglied in einer Europol-Initiative zum Thema Fake Shops und arbeiten mit vielen nationalen Behörden zusammen.
Vielen Dank für das Gespräch!
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