Es war ein Coup, der der Datenschutzinitiative Privacy Provided gelungen war. Whistleblower Edward Snowden und Datenschutzaktivist Max Schrems an einem Tisch – virtuell, aber immerhin. Zwei Ikonen, die über Datensicherheit, Privatsphäre, internationale Abkommen und gescheiterte Rechtsgrundlagen sprechen. Hochinteressant war das, aufschlussreich und, das gehört auch zur Wahrheit, für die Durchschnittszuschauer enorm komplex.
Mit Sätzen, die sich ohne weiteres auf Häuserwände sprühen lassen. „Privatsphäre ist Macht!“, sagt Snowden einmal. Oder: „Legalität ist nicht das Gleiche wie Moral.“ Max Schrems nennt die DSGVO einmal das „am wenigsten dumme Datenschutzgesetz, das wir haben.“ Es sind die Sätze, die man erwartet und die Sätze, die den Status Quo (leider) in bester Weise zusammenfassen. Und das ist dann auch der Fokus, auf dem diese 90 Minuten liegen. Was läuft beim Thema Datenschutz eigentlich falsch? Und warum?
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