Das Idealbild Kreislaufwirtschaft
In Japan wurde bereits 2013 eine „Verordnung zur Förderung von Recycling von Kleinelektronik sowie elektronischem Equipment“ verhängt. Auf Basis dieser erwuchs das Projekt für die Olympischen Spiele in Tokyo. Das japanische Komitee wünscht sich, mit seinem Medaillen-Projekt den Startschuss für ein umweltbewussteres Olympia der Zukunft gesetzt zu haben.
Das Projekt ermöglichte nicht nur eine sinnvolle Weiterverwertung der Millionen und Abermillionen von Altgeräten, welche anderweitig auf dem Schrottplatz landen würden. Es gab der Bevölkerung auch einen einfachen Weg, sich am Erfolg der Tokioter Spiele zu beteiligen.
Die Grundidee, die Medaillen aus recycelten Materialien herzustellen, ist dabei nicht gänzlich neu. Bereits bei den Spielen in Rio 2016, wurden 30 Prozent des benötigten Silbers aus alten Autos und Spiegeln gewonnen. Das lässt hoffen, dass der Trend zu Recyclingmaterialien weiter anhält und sich auch Paris, bei den Spielen 2024, daran beteiligen wird.
Auch Deutschland könnte sich von der Recycling-Leistung Japans noch eine Scheibe abschneiden. Die deutsche Umwelthilfe kritisierte jüngst, dass Online-Händler hier ihre Services noch deutlich ausbessern müssten. Schließlich sind diese seit 2016 dazu verpflichtet, Elektroschrott zurückzunehmen.
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