Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone hat offenbar größere Probleme mit eigenen Vertriebspartnern. Diese gehen so weit, dass nun Strafanzeigen gegen einzelne dieser Partner gestellt wurden. Dabei sollen nicht nur Kunden von Vodafone, sondern auch Vodafone selbst betrogen worden sein, beispielsweise durch Provisions-Missbrauch oder Rabattierungen.
Dass es bei Vodafone in jüngster Zeit zu Schwierigkeiten gekommen war, wurde kürzlich durch einen kuriosen Fall bekannt: Dabei habe eine Vertreterin des Unternehmens ein Haustürgeschäft genutzt, um der Katze einer Kundin einen Vertrag unterzuschieben. Der Katze namens Gysmo wurden dabei ein neuer Router und entsprechende Vertragsunterlagen zugesandt. Nachdem die Kundin nicht zahlen wollte und die Lastschriften widerrief, bekam sie gar ein Schreiben eines Inkassounternehmens. In den nun erfolgten Anzeigen gegen Vertragspartner gehe es nach Informationen von Golem ebenfalls um Betrug und „im Wesentlichen um Vertragsabschlüsse und Buchungen von Angeboten ohne Zustimmung der Kunden“.
Auch mit Blick auf datenschutzrechtliche Bestimmungen gebe es Hinweise, dass Vertragspartner unsauber gearbeitet hätten. Aufgrund der Indizien habe Vodafone selbst nicht nur den Bundesbeauftragten für Datenschutz informiert, sondern auch betroffene Kunden in Kenntnis gesetzt. In aufgeklärten Fällen seien darüber hinaus Strafanzeigen erstattet sowie gegenüber Agenturen außerordentliche Kündigungen eingereicht worden. Im Zuge der aktuellen Vorfälle wurden nach eigenen Aussagen konkret „20 Themenkomplexe untersucht“, wobei man auch weitere Strafanzeigen stellen wolle, sollten sich weitere Sachverhalte konkretisieren.
Um entsprechende Betrugsfälle der Vodafone-Vertriebspartner zu verhindern, habe Vodafone bereits Maßnahmen umgesetzt und beispielsweise diverse Provisionsprozesse verändert und auch Systeme zur Kontrolle verschärft.
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