Etwas überraschend hat Jason Miller, der ehemalige Sprecher von Donald Trump, am 1. Juli eine neue Social-Media-Plattform gestartet. Bei Gettr handelt es sich um einen recht unverhohlenen Twitter-Klon. Da Trump sowohl von Facebook als auch von Twitter verbannt wurde, benötigt der Ex-Präsident eine Alternative, um sich im Netz Gehör zu verschaffen. Gettr will die „Cancel Culture“ bekämpfen, den „gesunden Menschenverstand“ fördern und die „Redefreiheit verteidigen“.
Ein Blick auf die ersten Posts bei Gettr offenbart laut Politico die zu erwartenden Inhalte, die teils massiv rassistisch seien. Trends wie #trumo, #virusorigin, #nra oder #unrestrictedbioweapon zeigen, in welche Richtung sich die Diskussion bei Gettr entwickeln dürfte. Twitter scheint dabei nicht nur loses Vorbild zu sein. Das neue Netzwerk ist eine ziemlich genaue Kopie des Originals. Zudem werden offenbar sogar die Trending Topics von Twitter ausgelesen und bei Gettr genutzt. Twitter selbst hat sich dazu bislang nicht geäußert.
Laut Vice läuft Gettr bislang sehr fehlerhaft und habe zudem massive Datenschutzprobleme. Die E-Mail-Adressen der angemeldeten Nutzer sollen sich etwa sehr leicht einsehen lassen. Noch problematischer: Kurz nach dem Start wurden große Accounts auf dem Netzwerk offenbar direkt gehackt, wie Business Insider meldet. Donald Trump selbst hat übrigens noch keinen Account bei Gettr.
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