Ransomware-Angriffe haben gerade in der Corona-Pandemie zugenommen. Die EU-Kommission hat nun Empfehlungen an die EU-Staaten veröffentlicht, in denen sie eine gemeinsame Cyber-Einheit der Europäischen Union vorschlägt. Diese Eingreiftruppe soll Institutionen und Behörden bei der Abwehr von Cyber-Angriffen unterstützen. Gleichzeitig soll sie als gemeinsame Plattform für Strafverfolgungsbehörden, Diplomaten, staatliche Cybersicherheitseinrichtungen und Privatpersonen dienen, um den Informationsaustausch zu verbessern.
„Die jüngsten Ransomware-Angriffe sollten uns eine Warnung sein, dass wir uns vor Bedrohungen schützen müssen, die unsere Sicherheit und unsere europäische Lebensweise untergraben“, erklärte Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas. Schon bei ihrem Amtsantritt hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen eine Cyber-Einheit angekündigt. Netzpolitik weist darauf hin, dass schon zu Beginn der Corona-Pandemie in einem internen Bericht des Auswärtigen Dienstes der EU eine „dringende Verbesserung“ des Schutzes der Kommunikationsnetzwerke der EU gefordert wurde.
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