Erst Anfang der Woche veröffentlichte Kantar seinen jährlichen Report über die 100 wertvollsten globalen Marken. Die üblichen Verdächtigen – Amazon, Apple oder Google – führen aber nicht nur dieses Ranking an. Es sind nicht nur die wertvollsten Marken der Welt, sondern auch die, die am häufigsten für Cyberkriminalität missbraucht werden. Phishing-E-Mail-Angriffe unter den Namen bekannter Marken – in Fachkreisen Brand Impersonation genannt – werden ein immer größeres Problem. Laut des „State of Brand Protection Report“ von Mimecast waren im vergangenen Jahr die Brands der Top 100 Liste durchschnittlich von 715.600 Phishing-E-Mail-Attacken im Monat betroffen.
Das Problem ist im Rahmen der Corona-Pandemie noch einmal deutlich größer geworden. Im Mai und Juni 2020 stiegen Brand-Impersonation-Attacken im Vergleich zu Januar und Februar 2020 um 381 Prozent an. „Dabei sind es nicht nur die großen Brands, die im Visier der Angreifer sind, sondern auch kleinere Marken sind nicht davor gefeit. Das Erschreckende: Viele Brands bemerken diese Angriffe erst spät und Konsumenten sind momentan wohl sehr anfällig für diese Art von Attacken: Wir konnten von Januar bis Mai 2020 einen dramatischen Anstieg von 99,8 Prozent der Klicks auf Nutzer URLs, die per E-Mail zugestellt wurden, sehen“, sagt Alexander Peters, Cybersecurity Experte bei Mimecast.
Kommentar schreiben