Interpol hat einen Schlag gegen illegale Online-Apotheken gelandet. An der von Interpol koordinierten Aktion waren Behörden und Militär aus 92 Ländern beteiligt, die nicht lizenzierte Online-Apotheken und ihre Logistik untersuchten. Wie Heise Online berichtet, seien 710.000 Versandpakete untersucht worden. Zahlreiche Webseiten seien im Rahmen der Operation Pangea XIV geschlossen und Links gelöscht worden. Zudem erfolgten 227 Festnahmen.
Interpol führt die behördliche Aktionswoche bereits seit 2008 durch, aber noch nie seien so viele Webseiten und Links vom Netz genommen worden. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass Anbieter illegaler Apothekenangebote ihre Aktivitäten im Rahmen der Coronakrise vermehrt ins Netz gebracht hätten.
„Als die Pandemie mehr Menschen gezwungen hat, ihre Leben ins Internet zu verlagern, haben Kriminelle schnell diesen neuen ‚Kunden‘ (online) angesprochen“, erklärt der Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Viele Kunden seien unwissentlich auf die illegalen Angebote gestoßen und hätten so „ihre Gesundheit und potenziell ihr Leben aufs Spiel gesetzt“.
Mehr als die Hälfte der beschlagnahmten Medizinwaren seien nicht genehmigte, nicht lizenzierte oder gefälschte Covid-19-Tests gewesen. Daneben seien auch gefälschte chirurgische Masken und Maschinen zur Herstellung und Verpackung solcher Masken sichergestellt worden.
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