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Google News Showcase wird vom Kartellamt untersucht

Veröffentlicht: 07.06.2021
imgAktualisierung: 18.07.2022
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
07.06.2021
img 18.07.2022
ca. 2 Min.
Google-Logo unter der Lupe
© pixinoo / Shutterstock.com
Google rückt erneut in den Fokus kartellrechtlicher Untersuchungen. Diesmal geht es um Google News Showcase.


Erneut rückt Google unter die Lupe des Kartellamtes. Lieferte im Mai noch die Datenverarbeitung durch den Konzern Anlass zu kartellrechtlichen Untersuchungen, ruft nun Google News Showcase die Wettbewerbshüter auf den Plan. 

News ohne Paywall

Bei dem neuen Service Google News Showcase können angemeldete Nutzer von Google zusammengestellte, journalistische Beiträge lesen, die sich sonst hinter einer Paywall befinden. Die Lizenzgebühren, die normalerweise für den Leser anfallen würden, übernimmt Google. 

Die Verwertungsgesellschaft Corint Media vermutet allerdings eine Diskriminierung. Aufgrund einer Beschwerde wurde nun eine Untersuchung seitens des Kartellamtes eingeleitet.

Diskriminierung von Verlagen?

Corint Media wirft Google vor, eigene Suchergebnisse möglicherweise zu bevorzugen. Wäre dem so, würde Google seine Vormachtstellung ausnutzen, um andere Verlage zu verdrängen. Neben diesem Vorwurf untersucht das Bundeskartellamt außerdem auch die Vertragsbedingungen darauf, ob durch diese die teilnehmenden Verlage unangemessen benachteiligt werden. 

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, sagt dazu, dass Google News Showcase sowohl für Verbraucher, als auch für Verlage attraktiv sein könne. „Es muss jedoch sichergestellt werden, dass es dabei nicht zu einer Diskriminierung zwischen einzelnen Verlagen kommt. Auch darf die starke Stellung von Google beim Zugang zu den Endkunden nicht zu einer Verdrängung konkurrierender Angebote von Verlagen oder sonstigen Nachrichtenanbietern führen“, äußert er sich laut Pressemitteilung konkret zu dem Angebot.

Google selbst bestreitet die Vorwürfe von Corint Media. Ein Google-Sprecher teilte laut t3n mit, dass die Partner für den Dienst nach „objektiven und diskrimierungsfreien Kriterien“ ausgesucht werden würden. 

Veröffentlicht: 07.06.2021
img Letzte Aktualisierung: 18.07.2022
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

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