Es gibt neue Kritik an der Luca-App: Der Sicherheitsforscher Marcus Mengs hat am 26. Mai ein Video veröffentlicht, in dem er eine Sicherheitslücke in der App zeigt. Dadurch könnten Verschlüsselungstrojaner in Gesundheitsämter geschleust werden. Im Video gibt das Microsoft-Programm Excel die Warnung aus, dass man Inhalte nur aktivieren sollte, wenn der Quelle vertraut wird – wohl, weil eine automatische Prüfung von Excel Auffälligkeiten erkennt.
Mengs hält es nicht für abwegig, dass Mitarbeiter des Gesundheitsamtes trotz der Warnung Inhalte einer CSV-Datei in Excel übernehmen. Nutzt ein Angreifer die Sicherheitslücke aus, kann es zur Verschlüsselung des Computers kommen. „Man kann damit einen kompletten Rechner übernehmen“, so Mengs. Innerhalb des Gesundheitsamts könne sich die Schadsoftware außerdem weiterverbreiten – künftig auch über mehrere Gesundheitsämter, da diese bald via neuer Software untereinander vernetzt werden sollen.
Diese Art der Attacke, die für Hacker vergleichsweise einfach anzuwenden zu sein scheint, wie Mengs im Video zeigt, nennt sich CSV-Injection. Gegenüber der Zeit hatte der CEO von Nexenio, Patrick Hennig, vor einigen Wochen erklärt, dass so ein Angriff nicht möglich sei. Nexenio hat die Luca-App entwickelt. Nexenio hat mittlerweile gegenüber der Zeit erklärt, dass man die Lücke wenige Stunden nach Veröffentlichung des Videos geschlossen habe.
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