Auf den E-Autobauer Tesla wurde in Deutschland ein Brandanschlag verübt: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatten Unbekannte laut eines Bekennerbriefes die Stromversorgung der Tesla-Baustelle im brandenburgischen Grünheide unterbrochen, indem sie überirdische Hochspannungskabel in Brand gesteckt hatten. Auf der Website Indymedia.org hat sich nach Angaben von Golem nun die „Vulkangruppe“ zu der Attacke bekannt, allerdings lasse sich die Authentizität des siebenseitigen Schreibens nicht prüfen.
„Tesla ist weder grün, ökologisch noch sozial. Tesla ist ein Konzern, der weltweit Raubbau betreibt, Lebensgrundlagen zerstört sowie koloniale Ausbeutungsverhältnisse nutzt und herstellt“, werden die vermeintlichen Täter aus ihrem Dokument zitiert. Den Vorwürfen zufolge sei die Produktion der E-Autos nur „angeblich ‚sauberer, klimafreundlicher‘“, führe jedoch „zur weiteren Zerstörung des Planeten“.
Doch nicht nur Tesla an sich, sondern auch Firmenchef Elon Musk sei direkt und scharf kritisiert worden: So würden etwa „seine patriarchalen Allmachtsphantasien“ an den Pranger gestellt. Er sei demnach „ein Vertreter einer Kaste von Männern, die sich einig sind in ihrem aggressiv-kapitalistisch-technologischen Modernisierungswillen und ihrem Weltbeherrschungswahn. Als Egomanen sehen sie sich als Mittelpunkt einer Welt, die sie zu besitzen glauben. Sie zeichnen sich durch extreme Verantwortungslosigkeit und antisoziales Agieren aus“.
Die linksradikale „Vulkangruppe“ soll auch schon früher in Erscheinung getreten sein und laut dem Berliner Verfassungsschutzbericht 2020 etwa auch im Zusammenhang mit einem Anschlag auf das Forschungs- und Entwicklungszentrum Heinrich-Hertz-Institut stehen. Im Rahmen des Anschlags auf Tesla habe das Landeskriminalamt Brandenburg in Kooperation mit der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Ost die Ermittlungen aufgenommen.
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