In Florida dürfen soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter Kandidaten für öffentliche Ämter nicht mehr länger als zwei Wochen sperren. Damit reagiert der US-Bundesstaat auf das Vorgehen sozialer Medien gegen Ex-Präsident Donald Trump. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Montag, dem 24. Mai unterzeichnet. Es werde damit sichergestellt, dass „wahre Floridianer“ vor den Eliten des Silicon Valley geschützt werden, zitiert Heise Gouverneur Ron DeSantis. Das Vorgehen der großen Tech-Unternehmen gleiche Zensur.
Bei Zuwiderhandlungen gegen die Sperrverbote sieht Florida in dem Gesetz empfindliche Geldstrafen vor. Werde ein Kandidat für ein landesweites Amt gesperrt, könnten den Unternehmen Zahlungen in Höhe von 250.000 US-Dollar drohen – täglich. Unternehmen, die einen Themenpark in Florida betreiben, seien von dem Gesetz ausgenommen – damit schützt Florida unverhohlen Disney.
Konzerne, Demokraten und Bürgerrechtler kritisieren das Gesetz scharf und halten es für verfassungswidrig, weil es Unternehmen eine Meinung vorschreibe. Es sei davon auszugehen, dass das Gesetz relativ schnell vor Gericht landen wird. In anderen Bundesstaaten verflüchtigten sich ähnliche Gesetze sehr schnell.
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