Der geplante EU-weite digitale Impfpass hat offenbar ein größeres Sicherheitsproblem: Medienberichten zufolge lasse sich der Nachweis über eine Impfung gegen Covid-19 „weitgehend problemlos fälschen“, berichtet Heise. Geplant ist, dass Geimpfte den Nachweis aus ihrem analogen Impfpass in Arztpraxen, Apotheken oder einem Impfzentrum ohne Verifikation auf den digitalen EU-Impfausweis übertragen lassen können.
Doch bereits der analoge Nachweis könne mit überschaubarem Aufwand gefälscht werden. Dadurch sei das digitale Zertifikat, welches darauf aufbaut, ebenfalls anfällig für Fälschungen, heißt es. Eine entsprechende Sicherheitslücke bei der Digitalisierung des Impfpasses sei von einem Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums gegenüber der Welt am Sonntag eingeräumt worden.
Die Technik für den digitalen Impfpass, dem sogenannten „grünen Zertifikat“, befinde sich derzeit noch in Arbeit. Am 7. Mai soll die Technik einsatzbereit sein, erste Tests seien für den 10. Mai anvisiert. Dann sollen sich die jeweiligen nationalen IT-Infrastrukturen mit einem zentralen Gateway verbinden. Am 1. Juni soll der digitale Impf-Nachweis dann offiziell starten.
Kommentar schreiben