Am Freitag hat der Bundestag das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 verabschiedet. Union und SPD stimmten dafür, die Oppositionsparteien geschlossen dagegen. In dem neuen Gesetz soll geregelt werden, „unter welchen Umständen ein Telekommunikationsausrüster sogenannte kritische Komponenten für Deutschlands 5G-Mobilfunknetze beisteuern darf“, schreibt der Spiegel. Dies wird vor allem als Hinweis in Richtung Huawei gelesen. Für das chinesische Unternehmen könnte es nun schwerer werden, Komponenten für den Netzausbau in Deutschland beizusteuern.
Christoph Bernstiel von der CDU betonte indes, dass das neue IT-Sicherheitsgesetz kein „Lex Huawei“ sei, die neuen Regeln sollen für alle Anbieter gelten. Ein Ausrüster kann künftig komplett aus dem 5G-Ausbau ausgeschlossen werden, sofern er sich wiederholt Verstöße gegen die Vertrauenswürdigkeit zuschulden kommen lässt. Gründe, um als Hersteller als nicht vertrauenswürdig zu gelten, sind etwa: Falsche Angaben machen, Sicherheitsüberprüfungen nicht unterstützen oder IT-Schwachstellen nicht melden und beseitigen.
Durch das Gesetz soll zudem das Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) deutlich aufgewertet werden. Vorgesehen ist eine Personalaufstockung und ein stärkerer Einfluss im Verbraucherschutz, etwa durch ein neues vom BSI entwickeltes IT-Sicherheitskennzeichen für Software- und Hardware-Produkte. Die dem Innenministerium unterstellte Behörde soll außerdem aktiv nach Sicherheitslücken bei Unternehmen suchen, die kritische Infrastrukturen betreiben, also zum Beispiel in Sektoren wie Energieversorgung, Informationstechnik, Gesundheit oder im Finanzwesen tätig sind.
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