In der Reihe „Ama-Zone“ grübelt Tina Plewinski über die vielfältige Welt von Amazon: über Vor- und Nachteile des Online-Riesen, neue Entwicklungen, trendige Hypes, die unablässigen Machtbestrebungen des Konzerns und – im aktuellen Teil dieser Reihe – über Amazons offensichtliche Orientierungslosigkeit im Gaming-Bereich.
Die Negativschlagzeilen, die Amazon im Gaming-Bereich schreibt, reißen einfach nicht ab. Jüngstes Beispiel ist das vor zwei Jahren groß angekündigte Online-Rollenspiel zum Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“. Viele Film- und Serienfans fiebern bereits dem Ende des Jahres entgegen: Dann nämlich will Amazon seine Serien-Adaption der gefeierten Film-Trilogie präsentieren und dem großen Vorbild „Game of Thrones“ endlich die Stirn bieten!
Was könnte Amazon also Besseres passieren, als den potenziellen Hype um die neue „Herr der Ringe“-Serie mit einem hauseigenen Videospiel noch weiter anzuheizen und auszuschlachten?! Doch was macht der Konzern? Er verkündete laut Golem die komplette Einstellung des angekündigten Spiels. Das Projekt, das nach eigenen Aussagen „höchste Qualität“ bieten und von einem erfahrenen Entwickler-Team kreiert werden sollte… einfach begraben. Tot. Und dies ist nur das jüngste Scheitern in einer ganzen Reihe von Gaming-Fehltritten.
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