Öffentliche Verwaltung: „Strukturen, Prozesse und Denkweisen, die teilweise archaisch anmuten“
Die Gründe für das Versagen scheinen vor allem an der behördlichen Behäbigkeit des Staates zu liegen: „komplexe Verfahrensabläufe, unklare Zuständigkeiten und fehlende politische oder unternehmerische Führung“, so die Kritik. „Vieles von dem, was während der Corona-Pandemie in kurzer Zeit umgesetzt wurde, hätte auch schon lange vor der Krise unternommen werden können“, heißt es. Es reiche nicht aus, nur finanzielle Ressourcen bereitzustellen und digitale Technologien zu implementieren – Arbeitsprozesse müssten angepasst und neue Fähigkeiten erlernt werden. Vor allem im Schul- und Gesundheitswesen sei die nötige Digitalisierung so gut wie gar nicht gelungen, sagt Professor Klaus Schmidt (LMU München), Vorsitzender des Beirats. In der öffentlichen Verwaltung leiste Deutschland sich „Strukturen, Prozesse und Denkweisen, die teilweise archaisch anmuten“, heißt es in dem Gutachten.
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