Überraschender Vorstoß von Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Im Vorfeld einer Anhörung im US-Kongress hat Zuckerberg eine Reform der Haftungsregeln für Online-Plattformen vorgeschlagen, wie der Spiegel berichtet. Facebook, Google und Twitter müssen sich am Donnerstag, dem 25. März vor dem US-Kongress verantworten. Inhaltlich gehe es vor allem um die wachsende Problematik der Desinformation im Netz. Die Internetkonzerne stehen in der Kritik, weil sie nicht ausreichend gegen Falschinformationen, Hass und Hetze auf den eigenen Plattformen vorgehen.
Unternehmen, so erklärt Mark Zuckerberg, sollen verpflichtet werden, Erkennungssysteme für rechtswidrige Inhalte zu betreiben. Man sollte die Plattformen nicht von ihrer Verantwortung freisprechen, so Zuckerberg. Sie sollten vielmehr „verpflichtet werden nachzuweisen, dass sie über Systeme verfügen, um rechtswidrige Inhalte zu identifizieren und zu entfernen“. Bislang werden Online-Netzwerke wie eben Facebook oder Twitter nicht für Veröffentlichungen ihrer Nutzer haftbar gemacht. So schreibt es die sogenannte Section 230 in den USA vor.
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