Die Software Safeplay, die in Deutschland und Österreich von Corona-Test- und Impfzentren für Terminbuchung und Ergebniseinsicht genutzt wird, litt offenbar unter einer massiven Sicherheitslücke. Wie der Chaos Computer Club (CCC) mitteilt, konnten registrierte Nutzer nicht nur auf Testergebnisse, sondern damit einhergehend auch auf persönliche Daten der entsprechenden Anwender zugreifen. 136.000 Testergebnisse von über 80.000 Personen sollen davon betroffen gewesen sein, berichtet Heise.
Durch eine einfache, manuelle Änderung der Safeplay-Internetadresse ließen sich die Daten anderer registrierter Nutzer einsehen. Der CCC spricht von einem Anfängerfehler: Die URL für Testzertifikate enthält die Nummer des Tests. Änderte man diese entsprechend, konnte man auf fremde Zertifikate zugreifen. Darin stehen neben dem Testergebnis auch Name, Geburtsdatum, Anschrift, Staatsbürgerschaft und Ausweisnummer.
Nach einem Hinweis des CCC habe das zuständige Unternehmen Medicus die Schwachstelle behoben. Man gehe nicht von unberechtigten Zugriffen aus, das lasse sich allerdings nicht überprüfen. „Dies ist nicht die erste und sicherlich nicht die letzte Sicherheitslücke in hastig gebastelter Corona-IT. Wenn schon bei so einfachen Aufgaben katastrophale Anfängerfehler passieren, sollten die Verantwortlichen erst mal ihre Hausaufgaben machen“, so Linus Neumann vom Chaos Computer Club.
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