Angela Merkel und die Regierungschefinnen aus Estland, Katja Kallas, aus Finnland, Sanna Marin, und aus Dänemark, Mette Frederiksen, haben sich in einem Brief an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen gewandt. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union. Sie fordern im Handelsblatt eine Offensive zur Stärkung der digitalen Souveränität der EU. Immer deutlicher träten „Abhängigkeiten und Schwächen der europäischen digitalen Kapazitäten, Fähigkeiten und Technologien“ zutage, heißt es in dem Brief.
In „erheblichem Umfang“ finde digitale Wertschöpfung und Innovation heute außerhalb Europas statt. Europas digitale Defizite müssten behoben werden und dafür brauche es einen „Aktionsplan für mehr digitale Souveränität“. Mit dem Wiederaufbaufonds im Zuge der Coronakrise müssten auch Zukunftsprojekte gefördert werden. Generell gelte es, den digitalen Binnenmarkt auszubauen, „um Wachstum von Unternehmen zu erleichtern sowie Innovation und Investitionen zu fördern“, heißt es im Brief an von der Leyen.
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