Der Handel mit Corona-Daten im Darknet nimmt beunruhigende Ausmaße an. Dem ZDF zufolge sind „Corona-Daten“ mittlerweile zu einem eigenen Handelsbereich herangewachsen. Während Patientendaten oder auch Daten aus der Pharma-Forschung schon länger gehandelt werden, gibt es nun auch ganz neue „Corona-Angebote“, erklärt ein Datenanalyst von Interpol, der seine Identität geheimhalten möchte.
Es handelt sich dabei um Forschungs- und Technologiedaten zu Impfstoffen, Medikamenten und Lieferketten. Die meisten dieser Daten stammen aus Cyber-Attacken, ihr Handel ist illegal. Schon seit 2017 nehmen Angriffe auf Server mit medizinischen Daten zu, so Hans-Peter Bauer, Deutschlandchef von McAfee. Diagnosen, Behandlungsunterlagen oder gar ganze Krankengeschichten seien darunter. „Im Jahr 2020 kam eben der Corona-Komplex hinzu“, ergänzt der Interpol-Datenanalyst.
Unter den Kunden, die diese Daten illegal einkaufen, sollen sich auch Regierungsstellen diverser Staaten befinden, außerdem Agenturen und sogenannte „Technologie-Rechercheure“, die es gezielt auf bestimmte Datenbestände abgesehen haben. Besorgniserregend: Viele Daten werden auch im normalen Internet erbeutet, weil sie nur unzureichend abgesichert sind.
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