Seit 2015 läuft die sogenannte IT-Konsolidierung des Bundes. Das Bundeskabinett hatte entschieden, dass die Informationstechnologie der Bundesverwaltung modernisiert und vereinheitlicht werden müsse, angelegt war das Projekt auf zehn Jahre, in diesem Jahr ist also Halbzeit – eigentlich. Der Bundesrechnungshof wies im vergangenen Jahr darauf hin, dass die Kosten – die ursprünglich einmal auf eine Milliarde Euro angesetzt waren – auf 3,4 Milliarden Euro zu wachsen drohten. Der Haushaltsausschuss forderte daraufhin eine Neukonzeption, die zum 1. Januar dieses Jahres wirksam wurde – wiederum: eigentlich.
Ein als vertraulich eingestufter Fortschrittsbericht zieht nun Bilanz. Der Spiegel, dem der Bericht vorliegt, schreibt dazu: „Stillstandsbericht wäre ein treffenderer Titel für das Werk.“ In einer Liste über den Status der einzelnen Behördenprojekte gibt es genau eines mit dem Status „abgeschlossen“. Dabei handelt es sich um das Bonner Büro der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz. Dieses diente als Pilotprojekt für die Modernisierung der Bundes-IT. Vier weitere Behörden seien „in der Vorbereitungsphase“, teilweise aber schon seit November 2018. Bei 18 weiteren Behörden wurde die Modernisierung „zunächst pausiert“. Das Fazit im Fortschrittsbericht lautet: „Im Ergebnis wurden alle Projekte gestoppt“.
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