„Urlaub“ ist in diesen Zeiten gewiss ein Reizwort. Wer trotz Coronapandemie nach Mallorca fliegt, in Kroatien überfüllte Strände bevölkert oder den Kurztrip nach Berlin für dummquergedachte Demos nutzt, der tut sich und anderen keinen Gefallen, um es wirklich sehr sehr milde auszudrücken. Wenigstens in diesem Jahr ist es ratsamer, einfach mal zu Hause zu bleiben oder zumindest nicht ganz so weit in die Ferne zu blicken. Denn – klar, das steht so in jedem schlechteren Reiseführer – auch in Deutschland gibt es schöne Ecken. Und sogar Ecken, in denen es ein Leichtes ist, Abstandsregeln einzuhalten.
Auch wir hatten uns eigentlich drauf gefreut, mit dem Zwerg endlich mal zu fliegen. Da das nicht drin ist (rudimentärer gesunder Menschenverstand ist vorhanden), wurde es, nun, Mecklenburg-Vorpommern, genauer: Hiddensee. Der Kutscher, der dort geboren und aufgewachsen ist und seit 40 Jahren Touristen über die paar Kilometer Insel fährt, versicherte, dass es noch nie so voll war auf der Insel – weil eben alle (mit gesundem Menschenverstand) in Deutschland bleiben. Lassen Sie sich versichern: „Voll“ ist ganz offensichtlich ein äußerst dehnbarer Begriff. Ich habe in sieben Tagen bestimmt mehr Pferdeäpfel und ganz sicher mehr Mücken gesehen als Menschen.
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touché! ;)
Beste Grüße,
Christoph
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