Facebooks Image bei Werbekunden scheint weiterhin angeknackst zu sein. Da das Social Media Netzwerk bislang aus Sicht vieler Unternehmen nicht genug gegen Hass, Rassismus und Diskriminierung getan hat, boykottierten sie die Schaltung von Anzeigen. Diese stellen eine der größten Einnahmequellen des Netzwerks dar. Namhafte Firmen wie The North Face, Patagonia, Unilever, Starbucks oder auch Ben & Jerrys stellten ihre Marketingaktivitäten auf dem Portal ein. Unter anderem hatte die Bürgerrechtsorganisation #StophateforProfit damals zu dem Boykott aufgerufen und veröffentlicht weiterhin Status-Updates, welche Schritte Facebook bereits unternommen hat. So hatte Mark Zuckerberg verschiedene Maßnahmen angekündigt, um dem Hass auf der Plattform zu begegnen.
Doch zumindest für einen Teil der deutschen Unternehmen ist Facebook als Werbeplattform derzeit noch unattraktiv. Sie wollen die eigene Werbung aufgrund von Facebooks Verhalten einschränken, wie W&V meldet. So habe eine Umfrage des digitalen Meinungsforschungsistituts Civey ergeben, dass 38,6 Prozent der insgesamt 550 befragten Werbetreibenden weniger werben wollen. 15,5 Prozent der Befragten möchten die Werbeaktionen auf dem Portal sogar gänzlich unterlassen. Demgegenüber äußerten sich 45 Prozent der Teilnehmenden aber nicht zu ihren Werbevorhaben.
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