TikTok erobert vor allem die jungen Nutzer in der Social-Media-Welt, auch Online-Händler entdecken die Möglichkeiten der Video-App. Die App spielt mit rund zwei Milliarden Downloads seit 2014 in einer Liga mit Facebook, Instagram und Co. Doch immer wieder gibt es Kritik am Umgang mit den Daten – jetzt auch von EU-Digitalkommissarin Margarethe Vestager. Im Interview mit dem Tagesspiegel äußert sie „Bedenken wegen Privatsphäre und Datenschutz“ bei TikTok.
Ein häufig gehörter Vorwurf: TikTok leite Nutzerdaten etwa an die chinesische Regierung weiter. „Chinesische Firmen müssen nach unseren Regeln spielen“, betont Vestager nicht nur beim Datenschutz, sondern auch in Sachen fairer Wettbewerb. Hier müsse müsse die EU klar machen, dass die Grundsätze des fairen Wettbewerbs gelten. „Alles andere wäre unfair gegenüber Unternehmen, die hier ihre Steuern zahlen, Arbeitsplätze und Innovationen schaffen“, so die Vizechefin der EU-Kommission, die auch schon für ihr resolutes Vorgehen gegen die Tech-Riesen der USA bekannt ist. Bislang habe es jedoch in der EU zumindest keine wettbewerbsrechtlichen Beschwerden wegen TikTok gegeben.
Im Kampf gegen die teilweisen Monopole von Apple, Facebook und Co. sieht sie zumindest in den USA „eine Zeitenwende“. Die US-Regierung könnte die Digitalunternehmen womöglich künftig stärker regulieren – obwohl der jüngste Auftritt der Tech-Bosse vor dem US-Kongress eher nicht darauf schließen lässt, wie OnlinehaendlerNews kommentierte. Sowohl in den USA als auch in der EU laufen mehrere Kartellverfahren gegen die Konzerne.
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