41 Prozent der deutschen Webseiten sind nicht sicher
So hatten 41 Prozent der untersuchten Webseiten „gravierende Mängel“, das heißt, sie wiesen in mindestens einem Punkt Lücken auf und wären somit sowohl für die Betreiber als auch die Online-Nutzer nicht sicher. Die größte Fehlerquelle bei den mangelhaften Webseiten: 87 Prozent besitzen kein funktionierendes SSL(Secure Sockets Layer)-Zertifikat. Dieses (ältere) Verschlüsselungsprotokoll soll den Datenverkehr im Web schützen, mittlerweile wird meist das Protokoll Transport Layer Security genutzt.
Ein weiteres Hauptproblem ist die nötige Datenschutzerklärung: Bei 35 Prozent der kritisierten Seiten fehlten die Unternehmensangaben in der Datenschutzerklärung, 16 Prozent der Mängel-Seiten verlinkten nicht auf diese – und 32 Prozent hatten nicht mal eine Datenschutzerklärung. Weitere Problemfaktoren waren unter anderem ein fehlender oder falscher Hinweis im Cookie-Banner sowie Fehler im Impressum oder in den verwendeten Formularen zur Kontaktaufnahme oder Newsletter-Anmeldung.
Derartige Mängel können nicht nur Hacker-Attacken zur Folge haben, sondern verstoßen teils gegen Rechtsvorschriften und können somit abgemahnt werden. Für Webseiten-Betreiber sei es inzwischen sehr schwer, noch den Überblick zu behalten, erklärt der Verband. Die jeweiligen Anbieter wurden nach der Untersuchung auf die Probleme hingewiesen.
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