Je mehr Menschen die Corona-Warn-App installieren und nutzen, desto bessere Ergebnisse sind zu erwarten. Die Bundesregierung hat hier eine Vorbildrolle, doch ausgerechnet in mehreren Bundesministerien gibt es offenbar technische Probleme mit der App. Wie die Bild am Sonntag berichtet, seien in mehreren Ministerien Smartphones im Einsatz, die die App gar nicht unterstützen, darunter das Finanzministerium (BMF) und das Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ).
So soll die Corona-Warn-App im BMZ zum Beispiel nur auf 30 Prozent der Dienst-Handys überhaupt installierbar sein, weil die Betriebssysteme der älteren Modelle diese nicht unterstützen. „Das BMZ gibt eine lange Laufzeit der Geräte vor, um im Einklang von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit Kosten sowie Umweltbelastung durch Elektroschrott gering zu halten“, erklärt ein Sprecher gegenüber der Zeitung. Im Staatsministerium für Kultur und Medien (BMK) seien gar nur zehn von insgesamt 90 Dienst-Telefonen Warn-App-fähig. Bei 20 Geräten müsse zudem die Bluetooth-Verbindung „aus Sicherheitsgründen“ abgeschaltet bleiben.
Die Ministerien seien aber bemüht, entsprechende Smartphones nachzurüsten. Beim BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) würden derzeit noch zehn von 150 Smartphones die App nicht unterstützen, sollen in den kommenden Tagen aber ausgetauscht werden. Die FDP-Abgeordnete Daniela Kluckert nennt es eine „Farce“, dass die App auf Smartphones von Ministeriumsmitarbeitern nicht installierbar ist. „Was die Bundesregierung von der Bevölkerung erwartet, muss mindestens für die eigenen Mitarbeiter gelten.“
Kommentar schreiben
Antworten
Man sollte nicht so sehr auf die Füchse vom Datenschutz hören und sich dafür etwas mehr um Kombatibilität bemühen. Das wäre dem Anliegen der möglichst weiten Verbreitung der App und dem Kampf gegen Coron dienlicher gewesen.
Ihre Antwort schreiben