Das nächste soziale Netzwerk zieht den Zorn des US-Präsidenten auf sich: Das Bilder-Netzwerk Snapchat hat angekündigt, Posts von Donald Trump künftig nicht mehr im „Discover“-Bereich anzuzeigen. Dort sind vom Unternehmen ausgewählte Inhalte prominent eingebunden, die Snapchat als besonders wichtig empfindet. Donald Trump verliert damit Reichweite im Netzwerk, sein Account bleibe aber erhalten. Man wolle „kein Verstärker für Stimmen sein, die rassistische Gewalt und Ungerechtigkeit anfachen, indem wir ihnen kostenlose Werbung bei Discover geben“, heißt es der Zeit zufolge von Snapchat.
Trump hatte vergangene Woche ein Dekret erlassen, das bestimmte Schutzmaßnahmen für soziale Netzwerke außer Kraft setzen könnte. Im Klartext sollten Twitter, Facebook und andere die Verantwortung für Nutzerinhalte übernehmen. Das Zentrum für Demokratie und Technologie (CDT) hatte daraufhin Klage gegen Trump eingereicht.
Den Stein ins Rollen brachte Twitter. Donald Trumps Lieblingsplattform hatte am vergangenen Dienstag erstmals einen Tweet des US-Präsidenten mit einem Warnhinweis versehen, weil er gegen das Verbot der Gewaltverherrlichung verstieß. Darin schrieb Trump: „Wenn Plünderungen beginnen, wird geschossen“ (im Original: „When the looting starts, the shooting starts“). Mit diesem Satz hatte 1967 der Polizeichef von Miami ein hartes Vorgehen gegen die schwarze Bevölkerung angekündigt.
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