Seitdem immer mehr Bundesländer begonnen haben, Lockerungen in der Coronakrise zuzulassen, nutzen die Menschen auch wieder vermehrt die Bahn. Allerdings ist der Besucheranstieg dem Konzern offenbar ein wenig zu groß – das Coronavirus ist schließlich nicht weg – und darum sieht sich die Deutsche Bahn zum Handeln gezwungen. Um gefährliche Situationen in den Zügen zu vermeiden, will die Bahn mithilfe der App Bahn-Navigator und der Buchungsseite den Passagierfluss effektiver aussteuern.
Nach Spiegel-Informationen habe die Bahn die App und die Webseite in den vergangenen Wochen entsprechend umprogrammiert. Weist ein Zug eine Auslastungen von mehr als 50 Prozent auf, wird dem Nutzer eine Warnung angezeigt, sodass er bei Bedarf auf weniger frequentierte Verbindungen ausweichen kann. Nehmen die Reservierungen in einem Zug trotzdem weiter zu, so soll die App eine Buchung verhindern. In den kommenden Tagen soll das neue System an den Start gehen.
Ursprünglich wurden Pläne diskutiert, die Bahnnutzung nur noch mit Reservierung zu ermöglichen und Sitzplätze nebeneinander nicht anzubieten. Die Bahn entschied sich letztlich dagegen, vor allem um Familien das gemeinsame Reisen zu ermöglichen. Stattdessen setzt die Bahn auf verstärkte Desinfizierung der Wagen. Im Zuge der Lockerungen will die Bahn die Anzahl der Züge nun wieder hochfahren und hofft, dank der neuen App-Funktion, auch verängstigte Kunden wieder bedienen zu können.
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