Der Streamingdienst Netflix will Eltern mehr Kontrolle darüber geben, welche Inhalte ihre Kinder sehen dürfen und welche nicht. Wie das Unternehmen Heise Online zufolge mitteilt, können Eltern künftig die Netflix-Profile ihrer Kinder mit einer Altersbeschränkung versehen. Mit diesen Profilen können dann nur noch Filme und Serien, die für ihre Altersstufe geeignet sind, angesehen werden.
Dabei will Netflix sich an die „üblichen Einstufungen“ des jeweiligen Landes halten. Eltern haben zusätzlich aber die Möglichkeit, einzelne Filme und Serien in der Netflix-Kids-Umgebung zu sperren – damit können sie auch im Einzelfall entscheiden, ob sie einen Film persönlich für geeignet halten oder nicht. Sind die Titel für das Profil gesperrt, werden sie dann auch nicht angezeigt.
Damit die Kinder den Jugendschutz nicht einfach umgehen können, indem sie auf ein uneingeschränktes Profil – etwa das ihrer Eltern – zugreifen, ermöglicht Netflix die Absicherung dieser Profile mit einer PIN. Verwaltet werden die Profile über die Profileinstellungen des Netflix-Kontos. Hier ist auch sichtbar, welche Filme und Serien die Kinder angesehen haben. Zudem können Eltern dort das automatische Abspielen der nächsten Serienfolge deaktivieren, damit ihre Kinder nicht zum Weiterschauen animiert werden.
Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) in Deutschland nahm die von Netflix eingerichteten erweiterten Jugendschutzfunktionen positiv auf. „Das Engagement von Netflix ist ein großer Erfolg und zugleich ein wichtiges Signal für die Selbstregulierung in Deutschland“, so Martin Drechsler, Geschäftsführer der FSM.
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