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Coronakrise schwächt Werbeumsätze von Google und Facebook

Veröffentlicht: 02.04.2020
imgAktualisierung: 01.07.2022
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
02.04.2020
img 01.07.2022
ca. 3 Min.
Google Ads Logo
© DANIEL CONSTANTE / Shutterstock.com
Facebook und Google verbuchen Rückgänge bei den Einnahmen durch Werbung. Bei Google sinken die Werbeeinnahmen erstmals in der Firmengeschichte.


Medien- und Internetkonzerne sind stark von hohen Werbebudgets abhängig. Diese werden angesichts der Auswirkungen des Coronavirus bei Google und Facebook zurückgehen. 

So hatte Facebook bereits erklärt, dass das eigene Geschäft – wie so viele andere derzeit – beeinträchtigt sei, dies gelte insbesondere für das eigene Werbegeschäft: „Wir monetarisieren viele der Dienstleistungen, bei denen wir ein verstärktes Engagement feststellen, nicht, und wir haben eine Schwächung unseres Anzeigengeschäfts in Ländern festgestellt, die aggressive Maßnahmen zur Verringerung der Verbreitung von COVID-19 ergreifen“, heißt es in dem Blogpost des Unternehmens.  

Ähnliches würde auch für Google gelten, wie laut Variety.com eine Studie der Investmentbank Cowen zeigt. Demnach könnten Facebook und Google in diesem Jahr insgesamt Verluste von mehr als 44 Milliarden Dollar bei den eigenen Werbeeinnahmen einbüßen.

Googles Werbeumsätze sinken erstmals in der Konzerngeschichte

Der Cowen-Studie zufolge läge der Rückgang der Werbeeinnahmen bei Facebook für das Jahr 2020 bei 15,7 Milliarden Dollar. Google würde diesen Berechnungen zufolge 28,6 Milliarden Dollar weniger einnehmen.

Etwas weniger drastisch sind nach Angaben von t3n die Berechnungen der Investmentbank RBC Capital. Hier geht man davon aus, dass die Werbeumsätze bei Google im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent geringer ausfallen. „Das wäre ein Novum in der zwanzigjährigen Firmengeschichte“, kommentiert der Bericht – bisher habe Google noch keine Rückgänge in diesem Bereich verzeichnen müssen. Der RBC-Capital-Analyse zufolge würden 10 bis 15 Prozent der Werbeeinnahmen des Suchmaschinengiganten aus Anzeigen aus dem Reise- und Hotelbereich stammen – Branchen, die durch die Krise derzeit besonders stark wirtschaftlich betroffen sind.   

Nach einer Analyse der Investmentbank BMO Capital Markets könne laut t3n Google jedoch die Einbuße besser wegstecken, als Facebook. Die Social-Media-Plattform generiert Anzeigen vor allem von lokalen Kunden, während Google hier deutlich breiter aufgestellt ist. Zudem gebe es derzeit auch gesteigertes Interesse an den Cloud-Services des Konzerns.

Google spendet Werbebudgets

Unabhängig davon zeigt Google aktuell seine Unterstützung und spendet Werbeplätze an die Weltgesundheitsorganisation und Forschungseinrichtungen, damit diese noch besser über Gefahren von Covid-19 aufklären können. Gleichsam unterstützt der Konzern auch kleine und mittelständische Unternehmen mit Werbegutschriften, wenn diese bereits ein Google-Ads-Konto besitzen.

Veröffentlicht: 02.04.2020
img Letzte Aktualisierung: 01.07.2022
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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