Wie konnte das passieren? Die Regierung von Puerto Rico musste einräumen, Opfer eines Phishing-Betrugs geworden zu sein. 2,6 Millionen US-Dollar hat das Land verloren. Der Finanzchef der staatlichen Industrial Development Company zeigte den Betrug am Mittwoch bei der Polizei an. Und damit erst Wochen später, denn das Geld wurde aufgrund einer betrügerischen E-Mail bereits am 17. Januar überwiesen. In der E-Mail habe es geheißen, dass sich ein Bankkonto für Überweisungen geändert hätte. Der Vorfall wurde Anfang dieser Woche entdeckt und an das FBI gemeldet, wie die Nachrichtenagentur AP meldet.
Es mag kurios klingen, wenn ein Land auf eine Phishing-E-Mail hereinfällt, doch die Situation ist für den wirtschaftlich angeschlagenen Staat, der zu den USA gehört, durchaus ernst. Wie der Betrug aufgedeckt wurde, ist bislang unklar und auch, ob die fehlenden Geldmittel den Betrieb des staatlichen Unternehmens gefährden, wird von den Verantwortlichen nicht kommentiert. Eine interne Untersuchung laufe bereits, um mögliche Fehlerquellen zu identifizieren. Die puerto-ricanische Bevölkerung reagierte mit deutlicher Kritik auf ihre Regierung. Puerto Rico befindet sich in einer seit Jahren anhaltenden Wirtschaftskrise.
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