Das Coronavirus hat mittlerweile über 900 Todesopfer gefordert – mehr als damals die SARS-Epidemie – und sich weit über die Grenzen Chinas verbreitet. Auch auf die Wirtschaft hat es mittlerweile entscheidenden Einfluss. Adidas und Nike etwa haben erhebliche Probleme, selbst deutsche Online-Händler sind betroffen. Der Respekt vor dem Virus ist mittlerweile derart groß, dass in vielen Teilen der Welt besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, gerade bei Großveranstaltungen, zu denen ein sehr internationales Publikum erwartet wird – wie der Mobile World Congress, der vom 24. bis zum 27. Februar in Barcelona stattfindet.
Die Veranstalter haben diverse Maßnahmen angekündigt, um auf eine mögliche Gefahr zu reagieren. Reisenden aus der chinesischen Provinz Hubai etwa wird der Zugang zum MWC verwehrt. Besucher müssen zudem nachweisen, dass sie seit mindestens zwei Wochen (die geschätzte Inkubationszeit des Virus) nicht in China waren. Auf der Messe selbst werden Temperaturmessungen durchgeführt, es wird besonderer Wert auf Desinfizierungsmöglichkeiten gelegt.
Außerdem hat das Coronavirus direkten Einfluss auf das Messeprogramm, wie Golem berichtet. Samsung fährt seine Messeprogramm stark zurück, nimmt aber immerhin teil. Nachdem LG als erstes Unternehmen seine Teilnahme abgesagt hatte, folgten Ericcsson und Nvidia, die ebenfalls nicht vor Ort sein werden. Nun hat auch Amazon abgesagt, obwohl man eigentlich mit einem starken AWS-Team vor Ort sein wollte. Und nach Amazon bleibt nun auch Sony der Messe fern. Es sei eine „schwierige Entscheidung“ gewesen, aber die „Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Kunden, Partner, Medien und Mitarbeiter" gehe vor. Statt der Pressekonferenz auf der Messe werde es am 24. Februar eine YouTube-Übertragung mit den Neuvorstellungen des Konzerns geben.
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