55 Prozent der deutschen Internetuser sind in den letzten 12 Monaten Opfer von Cyberkriminalität geworden. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Bitkom-Umfrage unter 1.004 Onlinern in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg der kriminellen Vorfälle um fünf Prozent. „Jedes Jahr nutzen mehr Internetnutzer eine steigende Zahl von Online-Diensten. Das vergrößert auch die Angriffsfläche für Cyberkriminelle und setzt Anreize für täglich neue Schadprogramme“, erklärt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.
Am häufigsten wurden die Smartphones oder Computer der Befragten mit einem Schadprogramm infiziert (46 Prozent), dahinter folgt die unerlaubte Datenweitergaben an Dritte (26 Prozent) und der Betrug beim Online-Shopping (19 Prozent). Aber auch über sexuelle Belästigung und verbale Angriffe im letzten Jahr klagten die Internetuser. Acht bzw. neun Prozent sind Opfer einer solchen Attacke geworden. „Nutzer können sich aber mit vergleichsweise wenig Aufwand schützen – angefangen mit Virenscannern und regelmäßigen Software-Updates“, so Susanne Dehmel weiter. Der Digitalverband hat außerdem eine Liste mit sechs Tipps gegen Cyberübergriffe zusammengestellt.
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