Deepfakes sind aktuell ein Trendthema, bergen aber neben Unterhaltungs- auch enormes Manipulationspotenzial. Dabei handelt es sich um bearbeitete Videos, die die Realität mindestens verfälschen und dank fortschrittlicher Technologie sehr echt wirken können. Ein in Deutschland recht bekanntes Beispiel ist der vermeintliche Mittelfinger des ehemaligen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis. Der „Mittelfinger-Fake-Fake“ narrte ganz Europa, mit Deepfakes kann aber auch viel Schindluder getrieben werden. Erotikfilme sind zum Beispiel ein beliebtes Ziel solcher Manipulationen, aber gerade Politiker können dadurch Probleme bekommen.
Faz.net erinnert etwa an ein Video von Nancy Pelosi, der demokratischen Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, die in einem Video, das in sozialen Medien die Runde machte vermeintlich stottert und nicht bei Sinnen ist. Das Video war ein Fake, Facebook weigerte sich dennoch, es zu löschen. Nun aber will das Netzwerk seine Bemühungen gegen manipulierte Videos, vor allem gegen Deepfakes, intensivieren, wohl auch als Reaktion auf den bevorstehenden US-Wahlkampf.
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