Die Firma Cambridge Analytica wurde insbesondere dadurch bekannt, dass sie Facebook-Nutzerdaten missbrauchte, um so auf die US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2011 einzuwirken. Seit Beginn dieses Jahres werden nun nach und nach bisher unveröffentlichte Dokumente des Datenanalyse-Unternehmens publiziert, meldet Heise. Hierbei handele es sich um E-Mails, Projektpläne, Studien sowie Dokumentationen zu Verhandlungen, sie betreffen mindestens 65 Länder.
Die rund 100.000 Dokumente stammen von der ehemaligen Mitarbeiterin und Whistleblowerin Brittany Kaiser, heißt es weiter. Sie habe sich im Anschluss an den Wahlausgang in Großbritannien zu deren Veröffentlichung entschieden: „Es ist derartig offensichtlich, dass unsere Wahlsysteme sehr leicht missbraucht werden können. Ich habe große Befürchtungen davor, was bei der US-Wahl später in diesem Jahr passieren wird und ich glaube, einer der wenigen Wege, uns zu schützen, ist, so viele Informationen wie möglich verfügbar zu machen“, zitiert sie der Guardian hierzu. Die Arbeitsweise von Cambridge Analytica solle weitreichendere Auswirkungen gehabt haben, als bisher bekannt. Das Unternehmen meldete 2018 Insolvenz an, jedoch gebe es weiterhin verwandte Firmen mit personellen Überschneidungen.
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