Chatbots: Klare Erwartungshaltung für den Einsatz definieren
Was sollten Unternehmen beachten, die Chatbots einsetzen möchten?
Interessierte Unternehmen sollten drei Faktoren beachten, damit sich ein Chatbot für sie rentiert. Die erste Bedingung ist ein hohes Aufkommen an Anfragen, die im Kundensupport eingehen: Eine Automatisierung ist nur sinnvoll, wenn der Kundendienst einen hohen Betreuungsaufwand stemmen muss – mehrere Tausend Anfragen pro Monat sollten es schon sein.
Der zweite Punkt betrifft die Art der eingehenden Kundenanfragen. Ein Chatbot hilft nur, wenn sich die Fragen oft wiederholen, also repetitiv sind. Viele Unternehmen nutzen bereits E-Mail-Vorlagen und Mitschriften von Telefonaten, welche bei der effizienten Beantwortung von häufigen Anfragen helfen und nützlich für die Einarbeitung neuer Servicemitarbeiter sind. Ein Chatbot ist im Grunde genommen genauso programmiert – basierend auf den Richtlinien und den häufigsten Fragen.
Der letzte zu beachtende Faktor beschreibt die Notwendigkeit einer klar definierten Zielsetzung. Wenn eine Einrichtung einen Chatbot in Betracht zieht, muss die letztendliche Entscheidung bis zu Ende durchdacht sein. Ein Chatbot kann sich als ein Fehler herausstellen, wenn er schlecht implementiert wird. Es ist besser, bereits im Vorfeld eine in Zahlen messbare Erwartungshaltung zu definieren. Ein Beispiel wäre, wenn ein Unternehmen die durchschnittliche Antwortgeschwindigkeit auf eingehende Anfragen auf unter eine Stunde senken möchte. Je mehr der Bot benutzt wird, desto eher erreichen sie diese Kundenerfahrung.
Für wen bzw. ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich die Implementierung eines Chatbots?
Ob ein Chatbot eine brauchbare Lösung für ein Unternehmen ist, lässt sich außerdem an der Anzahl der Servicemitarbeiter erkennen. Grundsätzlich lohnt sich ein virtueller Agent in der Regel ab einer Zahl von 10 Kundenberatern. Aber gerade auch größere Firmen, die Chatbots in Betracht ziehen, beschäftigen zwischen 80 und 100 Mitarbeiter im Kundenservice, wenn nicht sogar mehr. Ein solcher Kundenservice bearbeitet schätzungsweise zwischen einer halben bis zu anderthalb Millionen Anfragen jährlich, also rund 4.110 pro Tag. Eine solche Support-Infrastruktur zu betreiben, kostet gewöhnlich zwischen drei bis vier Millionen im Jahr. Das Einsparpotenzial ist also enorm.
Falls der Kundenservice eines Unternehmens eine hohe Anzahl stets wiederkehrender Anliegen bearbeitet (zum Beispiel mit Hinblick auf Lieferzeiten oder Bezahloptionen), kann ein Chatbot die Beantwortung dieser Anfragen automatisch übernehmen. Manche Unternehmen haben besonders komplexe Anwendungsfälle und vielschichtige Produkte und die eingehenden Fragen wiederholen sich verhältnismäßig selten. Wenn die Anliegen nicht repetitiv sind, können sie nicht automatisiert werden. Diese Organisationen wären daher mit anderen Lösungen besser bedient.
Wie viel Zeit ist nötig, um den passenden Chatbot für das eigene Unternehmen zu entwickeln?
Der Zeitaufwand beträgt etwa fünf Werktage, um den Chatbot von Solvemate für ein bestimmtes Unternehmen zu konfigurieren und für den entsprechenden Kundenservice zu trainieren. Die bestehende Software wird also schnellstmöglichst konfiguriert und auf den Unternehmenskunden zugeschnitten, um innerhalb kürzester Zeit starten zu können.
Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben