Apple lässt den Mac Pro größtenteils in China herstellen – und wird nun mit Strafzöllen konfrontiert. Wie US-Präsident Donald Trump laut Golem.de über Twitter verkündete, werde Apple „keine Zollscheine noch eine Befreiung für Mac-Pro-Teile aus China erhalten“. Zudem forderte Trump: „Baut sie in den USA, keine Zölle!“. Der Tweet sei inzwischen nicht mehr auffindbar, aber von anderen Nutzern des Netzwerks dokumentiert worden. 9to5mac gehe nun davon aus, dass Zölle von bis zu 25 Prozent erhoben werden könnten, was den Mac-Pro-Preis erheblich in die Höhe treiben dürfte.
Trump hatte Apple noch im Jahr 2016 versprochen, dass der Konzern mit Steuererleichterungen rechnen könne, wenn er seine Hardware in den USA fertigen lasse. Drei Fabriken sollen nun in den Staaten entstehen, der Chip-Hersteller Foxconn hatte diesen Plan befolgt und im Sommer 2017 den Bau einer Fabrik im US-Bundesstaat Wisconsin bekannt gegeben.
Apple hatte seinen „Mülltonne“ genannten Mac Pro aus dem Jahr 2013 in den USA fertigen lassen. Dabei sei es aber auch zu Problemen gekommen, etwa weil die Infrastruktur für die Massenfertigung nicht gegeben gewesen sei. Als beispielsweise eine Schraube nicht rechtzeitig hergestellt werden konnte, sei es zu Lieferverzögerungen gekommen.
Das Einstiegsmodell des neuen Max Pro – aufgrund seines markanten Lüftungsgitters auch „Käsereibe“ genannt – beläuft sich auf 6.000 US-Dollar. Bei maximaler Konfiguration könne der Preis Schätzungen zufolge bei bis zu 50.000 Dollar liegen. Strafzölle von 25 Prozent würden den Preis also beachtlich in die Höhe treiben. Apple versucht unterdessen, einen Teil seiner Hardware-Fertigung nach Südostasien zu verlagern, um die Strafzölle von Trump zu umgehen.
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