Eine Milliarde Euro Bußgeld musste der VW-Konzern vor gut einem Jahr an das Bundesland Niedersachsen zahlen. Nun ist bekannt, wie das Land das Geld einsetzen will: Heise Online zufolge sollen „größere Summen“ in schnelles Internet, Krankenhäuser, Hochschulen, den Schuldenabbau, die Sanierung von Sportstätten und klimafreundliche Mobilität fließen.
Wie das Landeswirtschaftsministerium bekannt gab, seien 350 Millionen Euro für den Breitbandausbau und die Digitalisierung eingeplant. Das sogenannte Sondervermögen für den Ausbau von hochleistungsfähigen Datenübertragungsnetzen und für Digitalisierungsmaßnahmen sei mit den 350 Millionen Euro aus dem VW-Bußgeld auf insgesamt eine Milliarde Euro aufgestockt worden. Für klimaschonende Maßnahmen im Verkehr hat das Umweltministerium zudem 100 Millionen Euro aus dem VW-Bußgeld eingeplant. Die weitere Aufteilung umfasst:
- 200 Millionen Euro für die Sanierung von Krankenhäusern
- 150 Millionen Euro für die Sanierung der Medizinischen Hochschule in Hannover und der Universitätsklinik in Göttingen
- 100 Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte die Milliarden-Strafe im Juni 2018 gegen den Fahrzeugbauer wegen der Dieselaffäre verhängt. Mit dem Bußgeld sollten früheren Angaben zufolge „Aufsichtsverletzungen“ geahndet werden, formal handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld setzt sich demnach aus dem gesetzlichen Höchstbetrag von 5 Millionen Euro sowie der Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile von 995 Millionen Euro zusammen. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte bei Volkswagen.
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