Kaum eine Branche wandelt sich so schnell wie die Videospielbranche. Die Relevanz von Datenträgern nimmt ab, Spiele entwickeln sich zu langfristigen Service-Produkten und ein großer Anteil wird mittlerweile mit Content in kostenlosen Spielen umgesetzt. Wir sprechen mit Felix Falk, Geschäftsführer des Game-Verbandes über den deutschen Markt.
OnlinehändlerNews: „Neue“ Einnahmemöglichkeiten wie Mikrotransaktionen bringen schon jetzt fast so viel ein wie die eigentlichen Spiele und verändern diese selbst immer weiter zu Games as a service. Gleichzeitig beschleunigt sich der Trend zum Download weg vom klassischen Datenträgerverkauf. Haben „klassische“ Händler wie Gamestop oder MediamarktSaturn überhaupt eine Möglichkeit, auf diese Entwicklung zu reagieren?
Felix Falk: Games-as-a-Service-Modelle werden immer beliebter: Durch die zusätzlichen Angebote verlängert sich die Spielzeit der einzelnen Titel. Das hilft einerseits den Entwicklern, die immer stärker steigenden Kosten für die Produktion aktueller Top-Titel zu stemmen. Andererseits freuen sich viele Spieler, dass ihre Lieblingstitel fortlaufend neue Inhalte erhalten. Auch klassische Händler profitieren von dieser Entwicklung: Viele Spieler setzen auf Guthabenkarten, um innerhalb des Spiels neue Inhalte zu kaufen. Das liegt einerseits daran, dass insbesondere in Deutschland vergleichsweise wenige Menschen über eine Kreditkarte verfügen. Andererseits ermöglichen Guthabenkarten auch eine bessere Kontrolle über die Ausgaben im Spiel, etwa bei Jugendlichen.

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