Das ehemalige Vorzeige-StartUp N26 gerät in die Kritik. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung und des NDR sollen Kriminelle in fast 400 Fällen Konten eröffnet haben, um Geldwäsche für gefälschte Online-Shops zu betreiben. Oft hätten sie die Konten dabei gar nicht selbst eröffnet, sondern von gutgläubigen Nutzern übernommen haben. Die Süddeutsche schildert den Fall von Eckehard Küntzle. Dieser registrierte sich im Januar auf einer Webseite für Marktforschungen und sollte vermeintlich das Video-Identifikationsverfahren von N26 testen.
Dies tat er und erhielt ein Honorar in Höhe von 60 Euro. Die vermeintlichen Marktforscher versprachen, das Bank-Konto daraufhin wieder zu löschen. Zwei Monate später steuerte Küntzle erneut die Seite der Marktforscher an, die aber nicht mehr existierte. Er alarmierte N26 und die Polizei. Die Betrüger hatten seine Identität missbraucht und das Konto für Geldwäsche verwendet. Der Vorfall stehe exemplarisch für ein großes Problem von N26: Die Online-Bank bekommt den Betrug – anders als andere Geldinstitute, wie die Süddeutsche schreibt – nicht in den Griff.
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