Irgendwie muss die Sache mit Alexa doch jedem klar gewesen sein, denkt man. Ein Unternehmen, das einen Teil seiner sprudelnden Gewinne vor allem aus persönlichen Daten zieht, entwickelt eine digitale Assistentin, die dem Menschen zuhört und ihm helfen soll – vor allem beim Kaufen von noch mehr Dingen. Aber wie viel hört sie wirklich, welche Informationen gibt sie weiter und was passiert dann damit?
Amazons Alexa geriet jetzt einmal mehr ins Kreuzfeuer, weil herauskam, dass die aufgezeichneten privaten Dialoge zwischen Nutzer und Gerät von Amazon-Mitarbeitern in aller Welt gehört, analysiert und genutzt werden – offiziell, um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine zu verbessern, heißt es. Dass privateste Informationen ins Amazon-Universum gelangen, ist schon brisant genug, könnte man aber auch der Naivität der Geräte-Besitzer auf die Fahne schreiben. Dass Amazon vorher aber nirgendwo explizit erwähnt, dass jemand in Costa Rica oder Rumänien später mithören wird, lässt tief blicken.
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